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ACstyria Business Lounge Smart Supply Chain

Nachbericht

Die intelligente Lieferkette ist auf dem Vormarsch: Die fortlaufende Digitalisierung führt die Mobilitätsindustrie immer weiter in Richtung einer lückenlosen Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Von der Absicherung der Materialversorgung und des Warenstroms, der Senkung von Lagerbeständen bis hin zu Echtzeitvermittlung von Produktinformationen. Im Rahmen der ACstyria Business Lounge „Smart Supply Chain“ am 14. November diskutierten Experten aus Industrie und Forschung die Themenstellungen aus Sicht der Mobilitätsindustrie.

Für Zulieferer haben sich in den letzten Jahren speziell die Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit verschärft. Automobilhersteller fordern ihre Zulieferer immer mehr dazu auf, eine nachhaltige Lieferkette bis zum Rohstoffhersteller sicherzustellen. Im Jahr 2014 schlossen sich dazu große Automobilhersteller zur „European Automotive Working Group on Supply Chain Sustainability“ zusammen, um gemeinsam Maßnahmen zur Optimierung der Lieferkette zu entwickeln. Aus der Praxis berichtete Gastredner Georg Stephan Barfuß, Head of Corporate Sustainability bei Dräxlmaier. Für ihn stehen die Nachhaltigkeitsanforderungen eines Produkts, wie etwa der Leichtbau oder die CO2-Bilanz im Gegensatz zu den Gegebenheiten beim Rohstoffhersteller, wie etwa Armut, schlechte Arbeitsbedingungen, Intransparenz und Korruption. Diverse Medienberichte über Automobilhersteller haben gezeigt, dass ein Mangel an Nachhaltigkeit auch negative Auswirkungen auf das Image und den Ruf eines Herstellers und seine Lieferanten haben kann. Nachhaltigkeit soll sich demnach nicht nur an der nachhaltig anmutenden Oberfläche im Fahrzeuginterieur widerspiegeln. Über gemeinsame Pilotprojekte mit den Rohstofflieferanten will Dräxlmaier eine stabile und schlankere Lieferkette gewährleisten und gleichzeitig für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor Ort sorgen.

Neben dem Thema Nachhaltigkeit behandelten Experten von gemba.austria, A.S.G. Unternehmensberatung, LEAN MC und FOCUSON auch die Anforderungen an eine effektive und effiziente Lieferkette sowie die Themen Anlaufmanagement, Logistik und Qualität. Siegfried Frühwirth, Geschäftsführer von gemba.austria, sieht als Erfolgsrezept für eine funktionsfähige Lieferkette vor allem das Maß an Agilität in Bezug auf die Kunden- und Lieferantenbeziehung – nur mit Agilität können kurze Versorgungszeiten, ein schneller Informationsfluss und kurze Transportzyklen sichergestellt werden. Typische Probleme mit Lieferanten, wie etwa Qualitätsmängel oder Lieferverzüge, lassen sich beispielsweise durch die Installation einer Schnittstelle zwischen Lieferanten und Kunden lösen. Thomas Gimpel, Geschäftsführer von LEAN MC, sieht hier insbesondere die Sicherstellung der Bauteilqualität sowie die aktive Unterstützung und Steuerung von Lieferanten als Erfolgsfaktoren.

Einig waren sich alle Vortragenden, dass eine durchgängige Integration des Liefernetzwerks unter der Berücksichtigung von Menschen, Kapazitäten, Prozessen und Infrastruktur die Grundvoraussetzung zur Effizienzsteigerung ist und nur im Einklang der einzelnen Einflussfaktoren eine hohe Produkt- und Servicequalität gewährleistet werden kann – der Schlüssel dafür ist Transparenz.

 

 
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