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Business Lounge Zertifizierung & Qualitätsmanagement für die Luftfahrt-Industrie

 



Strategie, Innovation, Qualität: Erfolgsrezepte für Luftfahrtunternehmen

 

Der ACstyria thematisiert Qualitätsanforderungen und Zertifizierungen für die Luftfahrtindustrie – mit dabei: Thomas Tschirner, Einkaufsleiter des Triebwerksherstellers Rolls Royce in Deutschland.

Das Geschäft mit der Luftfahrt ist für viele steirische Unternehmen nichts Neues mehr – in fast jedem Flugzeug stecken Teile und Systeme aus der Steiermark. Um im Luftfahrtgeschäft mit seinen stabilen Wachstumsraten erfolgreich zu werden und zu bleiben, ist aber eines unabdingbar: Die Fähigkeit, Produkte in der gewünschten Qualität liefern zu können. Am 18. Juli 2017 diskutierten dazu zahlreiche ACstyria Partnerunternehmen in der ACstyria Business Lounge Zertifizierung und Qualitätsmanagement für die Luftfahrt-Industrie.

EN 9100:2016 und EASA Part 21 G – Industriestandards und Normen für die Luftfahrt

Ein gelebtes Qualitätsmanagement und besondere Zertifizierungen wie der Industriestandard EN 9100 oder die Luftfahrtnormen der EASA Part 21 sind Voraussetzung für den Einstieg in die Luftfahrtwelt oder die Produktion bestimmter Komponenten und Baugruppen.

Wichtige Inputs zu diesen Industriestandards lieferten Gerald Perschler, Luftfahrt-Auditor bei Quality Austria und Trainer für Qualitätsmanagementsysteme sowie Manfred Leser, Auditor, Trainer und Geschäftsführer der CB Consult GmbH. Vorgestellt wurden die Neuerungen der EN9100:2016. Die Industrienorm gilt als „Eintrittskarte in die Luftfahrt“ und wird derzeit von einigen ACstyria-Partnerunternehmen eingeführt. „Die Neufassung der Norm stellt einige Anforderungen an die Unternehmen“, meint Gerald Perschler. „Besonders die Bereiche Risikomanagement und Beschaffung verlangen ein methodisches Vorgehen.“ Perschler empfiehlt allen Luftfahrt-affinen Unternehmen, sich mit der Neufassung der Norm auseinanderzusetzen, denn seit Juni 2017 wird nur noch nach der neuen Fassung auditiert.

Einen weiteren Standard stellt die EASA Part 21G für Luftfahrt-Produktionsbetriebe dar. Sie ermöglicht es dem Unternehmen für seine Produkte das begehrte „Form 1-Zertifikat“ auszustellen und so den Kunden viel Aufwand zu ersparen. „Vor der Einführung der EASA Part 21 G sollten Unternehmen sich aber ganz genau im Klaren sein, in welche Segmente der Luftfahrt sie liefern möchten und wer die potentiellen Kunden sind“, empfiehlt Manfred Leser, der die Norm im Detail vorstellte.

Was erwartet der Hersteller – und warum?

Die selbe Auffassung vertritt Thomas Tschirner(Rolls Royce). Er berichtet über Qualitätsanforderungen und Erwartungen einer der Marktführer im Triebwerksbereich an seine Zulieferer. Für neue Zulieferer bestünden Chancen vor allem in Test- und Kleinprojekten mit niedrigen Stückzahlen um die Fähigkeiten der Zuliefererkette zu überprüfen und so zukünftige Zusammenarbeit zu ermöglichen, so Tschirner. Aufbauend auf die gemeinsamen Erfahrungen können dann langfristige Verträge entstehen. Verschiedene Qualitätsstandards, aber auch direkte Audits beim Lieferanten sind dabei notwendig. „Unsere Triebwerke sind sehr hohen Belastungen ausgesetzt und stehen oft jahrzehntelang im Dienst. Wir übernehmen eine sehr große Verantwortung unseren Kunden und den Passagieren gegenüber“, erklärt Tschirner. „Entsprechend hoch sind natürlich auch die Anforderungen an die Qualität unserer Zulieferer.“

Für Unternehmen die in die Luftfahrt einsteigen und sich qualifizieren lassen möchten rät er, sich sehr genau mit den eigenen Zielen und der eigenen Strategie auseinanderzusetzen. „Die richtige Mischung aus Strategie, Innovation und Qualität ist eines der Erfolgsrezepte für den Luftfahrtmarkt.“

Unterstützung von SFG und ACstyria

 

Für alle Unternehmen, die den Schritt in Richtung Luftfahrt mit EN 9100 und EASA Part 21 gehen möchten, stehen seitens der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Steiermark SFG und der ACstyria verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit den Förderprogrammen Ideen!Reich und Erfolgs!Kurs fördert die SFG unter anderem innovative Qualifizierungsanstrengungen. Der ACstyria begleitet seine Partnerunternehmen in einem Fokusprogramm mit Informationsveranstaltungen, Trainings und Erfahrungsaustauschrunden. 

 
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